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„Es ist wichtig, dass man fit bleibt und nicht einrostet zu Hause.“

 

HOT spricht mit Herrn Klingemann über Vergangenes und Zukünftiges

 

Am Ende dieses Schuljahres wird unser Schulleiter in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Aus diesem Grund haben sich unsere Redakteure Leni und Amelie mit ihm getroffen und führten das folgende Gespräch:

 

SZ: Wenn Sie demnächst in den Ruhestand gehen, wie viele Jahre als Lehrer und als Schulleiter liegen dann hinter Ihnen?

HK: 1974 habe ich mein Diplom gemacht und angefangen, als Lehrer zu arbeiten. Schulleiter bin ich seit 1991, also nach der Wende.

 

SZ: Was waren die Gründe dafür, dass Sie Lehrer geworden sind?

HK: Ich war als Schüler in meiner Schule in einer Sportmannschaft und habe da Geräteturnen trainiert und da hat mich irgendwann mal ein Sportlehrer gefragt, ob ich ihm nicht helfen könnte, Schüler der 1. bis 3. Klasse mit im Geräteturnen zu trainieren. Da habe ich so ein bisschen angefangen, Lehrer bzw. Trainer zu sein und das hat mir Spaß gemacht. Das hat mich dann letztendlich zum Lehrerberuf geführt.

 

SZ: Würden Sie einem jungen Menschen heute raten diesen Beruf zu ergreifen?

HK: Ich würde das einem jungen Menschen empfehlen unter der Voraussetzung, dass er dazu in der Lage ist, mit Kindern zu arbeiten und umzugehen, sie für eine Sache zu begeistern. Aber er muss auch selbst dazu bereit sein, einen Großteil Zeit zu investieren.

 

SZ: Wann kamen Sie als Schulleiter an unsere Schule und mit welchen Gefühlen     traten sie damals Ihren neuen Job an?

HK: Das war vor neun Jahren, als ich nach Zöschen gekommen bin. Man muss dazu sagen, dass ich vorher schon sehr viel Erfahrung hatte. Ich war ja zehn Jahre Schulleiter in Halle-Neustadt und dann drei Jahre Schulleiter in Zschornewitz, das ist bei Bitterfeld. Dann war ich außerdem noch zwei Jahre Stellvertreter in Gräfenhainichen, denn die Schule in Zschornewitz wurde geschlossen und die Lehrer und Schüler sind alle nach Gräfenhainichen gegangen. Dadurch hatte ich viel Erfahrung und wusste, wie es ist, Schulleiter zu sein. Aber es war eine neue Schule. Der Schulleiter vor mir war ein sehr guter Schulleiter, der die Schule nach der Wende übernommen und dann hier sehr viele Jahre gearbeitet hatte.

 

SZ: Was haben Sie aus ihrer Sicht in Zöschen als Schulleiter erreicht?

HK: Ich habe hier an der Schule erreicht, dass wir uns mit der Berufs-vorbereitung mehr beschäftigen, als es vorher üblich war. Wir haben einen Kooperationsvertrag mit dem Ausbildungszentrum Holleben, wo die Schüler vor Ort in bestimmte Berufe hineinschnuppern können, und sei es, um dann festzustellen: „Das ist nicht mein Ding.“ Dann wissen sie schon, wofür sie sich nicht bewerben müssen. Dann haben wir erreicht, dass unsere Schule ausgezeichnet wurde als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Das heißt, dass wir hingucken und uns gegenseitig respektieren und achten. Aber ich denke, da haben wir noch ein Stück zu tun, denn es gibt immer noch Schüler, die sich gegenseitig mobben, beschimpfen oder hänseln. Da müssen wir gemeinsam auch weiterhin daran arbeiten.

 

SZ: An welche Erlebnisse in dieser Zeit erinnern Sie sich gerne und an welche weniger gerne?

HK: Ein Erlebnis, an das ich mich weniger gerne erinnere, fällt mir im Moment nicht ein. Für mich war ein besonderes Erlebnis stets unser Weihnachts-programm, das wir bis auf das letzte Jahr immer aufgeführt haben. Da habe ich gesehen, wie sich Schüler besonders engagieren und wo dann sogar der größte Rüpel auf der Bühne ein anderer wurde. Da war ich dann immer ganz stolz, was unsere Schüler zustande gebracht haben. Auch die Erlebnisse, die wir im Skilager hatten, das waren alles schöne Tage.

SZ: Welche Gedanken bewegen Sie so kurz vor ihrem Abschied von unserer Schule?

HK: Wie wird es an unserer Schule weiter gehen? Was wird der neue Schulleiter, der ja von der Gesamtkonferenz schon gewählt wurde, machen. Ob er das alles weiterführen wird, was in den vergangenen Jahren aufgebaut wurde? Und es müssen ein paar Personalprobleme gelöst werden, die momentan noch nicht ganz in Sack und Tüten sind.

 

SZ: Was wünschen Sie der Sekundarschule Zöschen für die Zukunft?

SZ: Ich wünsche der Sekundarschule „Bertolt Brecht“, dass es so weiter geht, wie wir angefangen haben, dass es noch ein paar bauliche Veränderungen gibt. Es ist ja noch nicht alles endgültig fertig. Wir benötigen dringend eine Kleinsportanlage, denn da, wo ihr im Moment den 50m- bzw. 100m- Lauf macht, das ist nicht ideal. Das soll aber irgendwann gebaut werden. Dann wurde uns versprochen, die Sanitäranlagen in der Turnhalle zu erneuern. Da hab ich jetzt ein Schreiben bekommen, dass das für das Jahr 2017/18 geplant ist.

 

SZ: Worauf freuen Sie sich im Ruhestand am meisten?

HK: Ich freue mich darauf, dass ich dann Zeit habe zu reisen. Und ich freue mich besonders auf die Zeit mit den Elternkindern. Die freuen sich darauf, dass Oma und Opa jetzt bald ganz viel Zeit für sie haben werden. Inzwischen sind es drei Enkelkinder und die freuen sich alle auf uns.

 

SZ: Wie könnte ein Tag des Ruheständlers Klingemann verlaufen?

HK: Nicht so zeitig aufstehen, wie jetzt kurz nach 5, sondern so 7 Uhr oder 8.30 Uhr. Dann in Ruhe frühstücken und überlegen, wie man den Tag verbringt. Natürlich was Nützliches tun, die Gegend erkunden, Fahrrad fahren oder ins Fitness-Studio gehen ins Maja Mare. Es ist wichtig, dass man fit bleibt und nicht einrostet zu Hause. Nur vor der Glotze hängen, das möchte ich nicht.

 

SZ: Welche Reiseziele haben Sie in Zukunft eingeplant?

HK: Eingeplant habe ich, die Orte zu besuchen, wo unsere Enkelkinder wohnen. Das sind einmal Bremen, dann München und Malmö in Schweden, wo unser jüngstes Enkelkind lebt.

 

SZ: Was wünschen Sie Ihrem Nachfolger?

HK: Ich wünsche ihm, dass er sich hier an der Schule wohlfühlt, sich schnell einlebt und alles das umsetzt, was ihm so vorschwebt, und das gemeinsam mit dem Kollegium macht.

 

 

Wir wünschen Ihnen alles Gute für die Zukunft und bedanken uns für das Interview!

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