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Klassen 8a und 8b in Holleben

Nach den Winterferien ging`s für die Schüler der 8. Klassen nicht in die Schule, sondern zum ABZ Bau Holleben, um in mehrere Berufe hinein zu schnuppern. Das waren u.a. Mauern, Straßenbau, Hauswirtschaft und soziale Berufe. Aller zwei Tage wurde gewechselt, so kam keine Langeweile auf. Nach unseren Recherchen war die Resonanz recht unterschiedlich. Die Bewertungen der Schüler gingen von: „Es hat Spaß gemacht.“ bis „Hat mir nicht viel gegeben.“ Vielleicht lag Letzteres daran, dass viele Berufsgruppen für die Mädchen nicht so interessant waren. Eins steht fest: Berufsorientierung so früh wie möglich ist wichtig. Allerdings gibt es natürlich noch andere Möglichkeiten, um etwas über Berufsinhalte zu erfahren. Das Betriebspraktikum in der 9. Klasse ist sicher eine Variante. Dort sucht sich der Schüler seinen Betrieb selbst aus, d.h. er kann seine Vorstellungen und Interessen bei der Suche direkt mit einbeziehen. Über andere Varianten, z.B. einen regelmäßig stattfindenden Tag in einem Betrieb, wird bereits an höchster Stelle nachgedacht. Wie auch immer entschieden wird, wichtig ist, dass vielen Schülern die Suche nach einem geeigneten Beruf erleichtert wird.

Projekte, Projekte, Projekte

Projektwochen finden viele Schüler toll, weil es da etwas zu entdecken gibt und der Unterricht manchmal auch an anderen Orten und unter anderen Bedingungen stattfindet. So auch vom 25. bis 29. März an unserer Schule. Die Projektthemen waren sehr vielfältig. Es wurden z.B. die unterschiedlichsten Geschichtsprojekte durchgeführt von Ur-und Frühgeschichte, über das Mittelalter, die Neuzeit bis zur Gegenwart. Schüler der 6. Klassen schwärmten von Ihrem Schokoladenprojekt, vor allem von der leckeren Seite. Auch das Planetarium Merseburg war Ziel eines Projektes, ebenso die Raffinerie Leuna oder die Thalia-Buchhandlung u.v.m.. Lest dazu im „Tagebuch unserer Projektwoche“ von Shanice und Florian.

Ruhe – Prüfung der 10. Klassen!

Wenn diese Aufforderung im Schulhaus zu lesen ist, wissen die anderen, dass es für die 10. Klassen ernst wird. Im April beginnen die Abschlussprüfungen mit dem schriftlichen Teil in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathe. Im Juni folgen noch die mündlichen Prüfungen. Wir wünschen allen Zehntklässlern viel Erfolg, die bestmöglichen Ergebnisse und dann natürlich einen super Start ins Berufsleben!

Das Schönste am Frühling sind die Osterferien, da stimmt ihr mir sicher zu. Im Moment nerven uns die lieben Lehrer total mit Leistungskontrollen und Klassenarbeiten, um so mehr freue ich mich auf ein paar Ferientage, an denen chillen angesagt ist. Mieps und ich wollen so zu sagen gemeinschaftlich chillen. Bis heute stand unseren Plänen auch nichts im Wege. Bis heute! Mein Papa hat uns alles verdorben, denn seine Pläne sehen anders aus und ich soll da eine wichtige Rolle spielen. Er hat ein paar Tage Urlaub und will nicht wie wir stressgeplagten Schüler chillen, sondern renovieren. Und mich kann er als Handlanger sehr gut gebrauchen. So`n Mist. Zwei Tage werde ich ihm helfen müssen, naja, das ist gerade noch zu verkraften. Mein treuer Mieps will mich unterstützen, aber dann wird gechillt.

Jetzt ist aber leider noch Schule und da gibt es auch einiges zu erzählen. In der vergangenen Woche hatten wir ein bisschen Abwechslung, denn es war Projektunterricht angesagt. Mieps und ich trugen sich in ein Naturprojekt ein, das die Aufgabe hatte, den ehemaligen Schulgarten wieder urbar zu machen. Der dicke Speckmann freute sich schon Wochen vorher auf das Kochprojekt mit dem bekannten Fernsehkoch Hubertus Leckerli aus der Schweiz, den unser Schulleiter im Luxusurlaub dort kennengelernt hatte. Essen ist nun mal Speckis Leidenschaft. Dann kam aber alles ein bisschen anders. Specki hatte wohl ganz vergessen, dass vor dem Essen das Kochen und Zubereiten kommt und das kann schon ein Knochenjob sein. Während Mieps, ich und die anderen Gartenfreunde gerade gemütlich mit dem Umgraben des Schulgartenurwaldes beschäftigt waren, keuchte Specki ins Freie und stöhnte: „Alter, ich will doch kein Sternekoch werden! Der (damit meinte er die berühmte Kochpersönlichkeit aus der Schweiz) scheucht uns zwischen den Kochtöpfen hin und her. Und wisst ihr, was am Ende auf dem Teller liegt? Da wird nicht mal ein Vogel davon satt!“ Der arme Kochlehrling plumste verzweifelt auf eine Bank, schüttelte mit dem Kopf und schimpfte: „Wenn ich mich beim Kochprojekt nicht mal sattessen kann, dann können die das alleene machen! Ich weiß nicht, was die in der Schweiz essen, aber bei meiner Mutter kommt was Richtiges auf den Tisch. Da spiele ich doch lieber Maulwurf im Schulgarten!“ Jetzt mussten Mieps und ich einschreiten und unseren völlig verzweifelten Mitschüler wieder aufrichten. Denn mal unter uns gesagt, zur Gartenarbeit taugt der Hubert Speckmann am allerallerwenigsten. Tecumseh Schmidt, der sonst meist ein Rad ab hat, war diesmal auf unserer Seite und spielte auch mit. Ich legte freundschaftlich den Arm um den zusammengesunkenen Kochspezialisten und redete beruhigend auf ihn ein: „Na, mein Guter, stell dir das Umgraben bloß nicht so einfach vor. Schau mal, der Mieps hat schon einen ganz roten Kopp von dieser Wahnsinnsanstrengung. Da hast du`s in der Küche doch viel gemütlicher.“ Und tatsächlich sah mein Kumpel rot wie eine Tomate aus, machte noch einen Spatenstich, verdrehte die Augen und fiel um. Der Tecumseh schrie fortwährend: „Oh Leute, ich habe Rücken!“, griff sich ans Gesäß und lag dann auch flach. Ich weiß nicht, wo der seinen Rücken hat! Auf Specki machten diese schauspielerischen Höchstleistungen einen gewaltigen Eindruck. „Grass Alter!“, kommentierte er die Vorstellung, „da werde ich dann doch mal wieder zum Leckerli in die Küche wandern. Ihr armen Kerle seit ja wirklich nicht zu beneiden.“ Dabei schaute er uns mitleidig an und trabte wieder ab. Mittlerweile war Mieps auch aus seiner „Ohnmacht“ erwacht, nur Tecumseh behauptete immer noch, dass er „Rücken“ habe. „Du fauler Sack willst dich nur vorm Umgraben drücken“, schrie ihm Mieps charmant zu. Unser Mitschüler verhielt sich wieder mal überhaupt nicht wie ein Häuptling, aber wir zerrten ihn hoch und bis Mittag hatten wir den Schulgarten im Griff.

Na, wenn wir diesen Knochenjob geschafft haben, werden uns Papas Renovierungsattacken auch nicht umhauen!

Einen stressfreien Frühling wünscht euch Olli.

 

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