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Mit dem Wiener Kongress 1814/15 wurden das sächsische Zöschen sowie die anderen Ortschaften der unteren Aue preußisch. Preußen führte als erster deutscher Teilstaat die Schulpflicht ein. Dies war die Geburtsstunde der Zöschener Schule. Tragende Säule bildete dabei die Kirche: Das ehemalige Schulgebäude steht heute noch dicht neben der Kirche. Im Obergeschoss wohnten traditionell die Lehrer. Neben Religion bildeten Schreiben und Rechnen die weiteren Hauptfächer. Bis 1945 war die Prügelstrafe eine für die einzelnen Schüler mehr oder weniger bedeutsame Erziehungsvariante. Typische Schülerkleidung waren Holzpantinen (Sommer barfuß) lange Strümpfe usw. Die Jungen hatten vor jedem Erwachsenen die Mütze zu ziehen, die Mädchen machten einen Knicks.

Die Schülertafel war das wichtigste Unterrichtsmittel.

Moderne pädagogische Arbeitsmethoden aus der Zeit der Weimarer Republik (1919 – 1933) wurden im „Tausendjährigen Reich“ Hitlers zurückgenommen. Die Jungen sollten „schnell wie die Windhunde und hart wie Kruppstahl“ sein, die Mädchen auf ihre Mutter– und Hausfrauenrolle vorbereitet werden. Mit der Bildungsreform 1945 kam es zur Trennung Schule – Kirche, Religion wurde freiwillig.

Als weiteres Schulgebäude wurde die Villa des Rittergutbesitzers Dieck umfunktioniert. Noch heute bekannte Lehrer aus dieser Zeit waren Frau Bahner, Herr Schürz und später Frau Cherubin. Im „Nationalen Aufbauwerk“ entstanden in den 50er/60er Jahren die Turnhalle und ein neues Schulgebäude (heute Gemeindegebäude).

Am 28.2.1977 konnte die für ca. 5 Millionen DDR–Mark errichtete neue Schule für alle Schüler der unteren Aue übernommen werden. Ca. 650 Schüler besuchten sie, unterrichtet wurden sie von 50 Pädagogen. In Wallendorf verblieb eine Teilschule (1. – 4. Klasse). 1981 erhielt die Schule das Mosaikbild Bertolt Brechts, am 24.5.1985 erfolgte erst die feierliche Namensverleihung. Ab 2.9.1985 konnte eine moderne Turnhalle genutzt werden.

Nach dem Herbst 1989 erfolgte eine demokratische Umgestaltung auch der Schule in Zöschen. Staatsbürgerkunde, Halstuch und FDJ–Hemd verschwanden. Eine Schülerdemo zeigte, dass auch von unten eine Veränderung bestand. Seit dem Schuljahr 1991/92 besitzt die Bildungseinrichtung den Status einer Sekundarschule.

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